Frauenmuseum Hittisau

... wurde im Jahr 2000 gegründet.

Das einzige Frauenmuseum Österreichs befindet sich in Hittisau im Bregenzerwald, einer Region, der seit Jahrhunderten außergewöhnliche Frauen zugeschrieben werden. In preisgekrönter moderner Holzarchitektur wurde hier Raum für kulturelle Begegnung geschaffen. Im Spannungsfeld von Tradition und Innovation werden Ausstellungen zur Geschichte und Gegenwart von Frauen aus regionalem und überregionalem Blickwinkel erarbeitet. Aus einer weiblichen Perspektive eröffnen sich alle Bereiche des Lebens neu und oft erstaunlich. Bei der Erarbeitung der Themen sind nach Möglichkeit breite Bevölkerungskreise eingebunden (Oral History, Sammlung und Dokumentation von Alltagsgegenständen aus privaten Haushalten, Kooperationsprojekte mit jüngeren und älteren Menschen

 

Besondere Bedeutung wird im Frauenmuseum der persönlichen Vermittlung der Themen gegeben. 13 Frauen unterschiedlichen Alters aus dem Ort begleiten nach Wunsch Besucherinnen und Besucher persönlich durch die Ausstellungen.

Für Kinder werden museumspädagogische Aktivitäten angeboten.

Zu den aktuellen Ausstellungen werden vertiefende Veranstaltungen wie Vorträge, Seminare, Lesungen, Konzerte und Werkstätten geboten.


 

Maasai Baumeisterinnen aus Ololosokwan

13. November 2016 bis 8. OKTOBER 2017 

Eingebettet in die einzigartige Kulisse der Hochland-ebenen der Serengeti und Maasai Mara sind die Maasai Frauen alleine für den Bau und den Erhalt der traditionellen Hütten (Enkaji) verantwortlich. Anhand von zehn ausgewählten Maasai Baumeisterinnen aus Ololosokwan in Tansania werden deren bewegende Lebensgeschichten sowie die von ihnen erbauten Gebäude präsentiert. Die Ausstellung im Frauenmuseum Hittisau ist eine baukulturelle Annäherung an das faszinierende Leben der Maasai Frauen und ermöglicht einzigartige Einblicke in ihren Alltag.

maasai bau

Enkaji - der Bauprozess

Die Maasai Familien leben in polygamen Familienverbänden, in denen jede der Ehefrauen eine eigene Hütte (Enkaji) besitzt und diese selbst erbaut hat. Auf ca. 25m² leben so bis zu zwei Erwachsene und sechs Kinder sowie das Jungvieh, aufgeteilt auf sechs Räume, zusammen. Wie ist das möglich? Wie baut man ein Haus aus Ästen, Erde, Asche, Sand, Kuhdung, Urin und Wasser? Wo lassen sich die individuellen Körperproportionen der Frauen in den Häusern wieder finden? Warum ist es im Inneren so dunkel? Dies sind nur einige der Fragen, die in der Ausstellung thematisiert werden.

Handwerkerinnen für Handwerkerinnen
Zehn Handwerkerinnen aus dem Bregenzerwald und Umgebung gestalteten für die Ausstellung je eine Holztruhe für eine der Maasai Baumeisterinnen. Diese außergewöhnlich gestalteten Holztruhen werden durch den Verkauf für das Ausbildungs- und Selbsthilfe-
projekt SIDAI zugunsten der Mädchen und Frauen aus
Ololosokwan verwendet.

Die Handwerkerinnen
Monika Arnold, Maria Christern, Christina Fetz-Eberle, Belinda Hager, Manuela Maass, Heidi Maurer, Martha Niederacher, Petra Raid, Ina Rüf-Amann, Irmgard Schwärzler und Bianca Winder

Emorata - Weibliche Genitalbeschneidung
Jährlich werden laut UNICEF mehr als 3 Millionen Mädchen an ihren Genitalien verstümmelt – alle elf Sekunden eins. Nach neuesten Studien sind weltweit mindestens 200 Millionen Mädchen und Frauen betroffen. Die weibliche Genitalbeschneidung (Emorata in Maa) existiert seit Jahrtausenden als traditionelles Ritual, so auch bei den Maasai. Noch heute werden in abgelegenen Gebieten wie Ololosokwan unzählige Mädchen im Alter von 12-14 Jahren verstümmelt und anschließend verheiratet. Auch dieses sensible Thema wird in der Ausstellung thematisiert.


ÖFFENTLICHE FÜHRUNG

jeden Montag, 18 Uhr
Euro 10.- pro Person (ohne Anmeldung, inkl. Eintritt)

 

Kontakt Frauenmuseum Hittisau

Frauenmuseum Hittisau
Platz 501
A 6952 Hittisau

Tel: +43(0)5513/ 6209-30
MobTel: +43(0)664 88431964

E-mail: kontakt@frauenmuseum.at
Website und Informationen zur
aktuellen Ausstellung:
http://www.frauenmuseum.at