Land I Gespräche I Hittisau

Bildung für den ländlichen Raum der Zukunft


Am 28. September 2019 fand die zweite Tagung der Land|Gespräche|Hittisau statt. Im vollen Ritter-von-Bergmann Saal folgte ein bunt gemischtes Publikum – Lehrpersonen, Eltern, Jugendliche und Großeltern – gebannt den drei Vortragenden:

Helga Kohler-Spiegel – „Bildung – wo es beginnt“ – führte eindrucksvoll die Bedeutung von Bindung von frühester Kindheit an als Grundlage für einen erfolgreichen Bildungs- und Berufsweg vor Augen.

Josef Watschinger spannte den Bogen weiter zum Geschehen in der Schule, vermittelte überzeugend, wie es mit neuen pädagogischen Ansätzen im Schulverband Pustertal gelingt, die Schule zur Gesellschaft hin zu öffnen, Kinder in ihrer jeweils besonderen Lebenssituation wahrzunehmen und keines von ihnen zurückzulassen.

Theo Wehner rundete das Thema mit tiefen Einblicken in die Wirksamkeit von Sinn im Lernen und Tun ab, mit vielen Erkenntnissen aus der Analyse der Freiwilligenarbeit – und er hinterließ mit seinem Zitat von Georg Kerschensteiner einen anhaltenden Denkanstoß: „Bildung ist das, was übrig bleibt, wenn Sie alles abziehen, was Sie gelernt haben“. Mehr zu den Referenten siehe Flyer.

Interessent/-innen, denen eine Teilnahme nicht möglich war, können eine gedruckte Nachlese im Ergebnisheft erhalten (€ 8,-) – Bestellung per Mail an tourismus@hittisau.at (mit Angabe der Postadresse). 

Die nächste Tagung wird sich dem Thema

„Mobilität in ländlichen Regionen“ widmen und am

26. September 2020 in Hittisau stattfinden.

Die Land|Gespräche|Hittisau verstehen sich als Veranstaltungsreihe. Jährlich am letzten Samstag im September findet in der Bregenzerwälder Gemeinde eine Tagung im interaktiven Format zu aktuell wichtigen Fragen des dörflichen Zusammenlebens statt. Nach den Themen „Wohnformen der Zukunft“ 2018 und „Bildung“ 2019 und „Mobilität“ 2020 sollen in den kommenden Jahren Fragen Nahversorgung, Arbeiten auf dem Land und Landwirtschaft Gegenstand der Veranstaltung sein. Die Gesprächsreihe entstand aus dem unmittelbaren Bedarf an Wissen und Expertise im Ort heraus. Dessen ungeachtet sind alle Interessenten, die das jeweils in den Mittelpunkt gestellte Thema bewegt, vor allem die jungen Menschen der engeren und weiteren Umgebung herzlich eingeladen, daran teilzunehmen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung jedoch erforderlich (begrenzte Teilnehmerzahl) unter: 05513 6209-250 oder
tourismus@hittisau.at

Die Tagung findet 2020 wieder im Ritter-von-Bergmann Saal in Hittisau statt . Sie soll niederschwellig, einfach und kosteneffizient über die Bühne gehen – ohne Belastung der Gemeindekasse. Die finanzielle und vor allem auch inhaltliche Unabhängigkeit ist den Organisatoren – Johann Steurer, Hermann Hagspiel, Markus Faisst – wichtig und nur möglich dank des ehrenamtlichen Engagements vieler Beteiligter sowie der Sponsoren aus der Wirtschaft, die Finanzmittel für die Abdeckung der unweigerlich anfallenden Kosten (Referenten, Saaltechnik und Bewirtung, Kommunikation, Ergebnisheft usw.) großzügiger Weise zur Verfügung stellen.

Der Dank des Organisationsteams geht 2019 an Claus Haberkorn, Raiffeisenbank Vorderbregenzerwald, Dipl. Ing. Pius Lässer Innsbruck-Hittisau, Privatkäserei Rupp, Wirtschaftskammer Vorarlberg.

Was bereits geschah
Im Herbst 2018 fand die erste Veranstaltung der Reihe LandǀGeprächeǀHittisau zum Thema

„Wohnformen der Zukunft im ländlichen Raum“ statt. Im vollbesetzten Ritter-von-Bergmann Saal setzten die drei prominenten Gastredner ganz unterschiedliche Schwerpunkte:

Martin Kaiser, Geschäftsführer der gemeinnützigen Wohnungsbau GmbH in Sonthofen/Allgäu, befasste sich mit Bauen und Wohnen in Zeiten tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandels.

Dietmar Eberle, Architekt und langjähriger Leiter des Wohnforums an der ETH-Zürich, setzte sich in seinem leidenschaftlichen Exkurs mit den zuletzt eklatant gestiegenen Wohnbaukosten auseinander.

Gion A. Caminada, Architekt aus Vrin/Graubünden und Professor an der ETH Zürich, widmete sich dem zeitgemäßen Um- und Neubau im alpinen Bergdorf, illustriert durch konkrete Beispiele eines sensiblen Umgangs mit dem vorhandenen Bestand.

Eine Zusammenfassung der Beiträge wurde im „Ergebnisheft 2018“ veröffentlich, das  bei tourismus@hittisau.at per E-Mail angefordert oder elektronisch hier im Volltext angesehen werden kann.

Eine Folgeveranstaltung im kleineren Kreis fand am 31. Januar in Hittisau unter der bewährten Moderation von Annemarie Felder und mit Unterstützung des Büros für Zukunftsfragen des Vorarlberger Landesregierung statt. Die vertiefende und sehr substantielle Diskussion führte zu dem Ergebnis, dass ein „Stammtisch“ aller Interessierten eingerichtet werden soll, der im Besonderen an den Themen Leerstand und gemeinnütziger Bauträger im Bregenzerwald weiter arbeiten soll.

 

 

 

 

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