Gut – Genug: Junge Leute in der Energieregion Vorderwald werden zu Klima- und Energieexperten

Unter dem Titel “Gut - Genug” bildet die Energieregion Vorderwald interessierte Menschen in wichtigen Themen zur Energieautonomie aus.

Nach der Ausbildung werden dann selbst Projekte umgesetzt - und dafür gibt es eine Entschädigung in Form von Einkaufsgutscheinen der Gemeinden. In den Jahren 2014/15 ging es um das Thema “Einkaufen und Essen, was uns und dem Klima gut tut”, im Jahr 2016 stand die (Elektro)Mobilität im Mittelpunkt und zur Zeit beschäftigen sich junge Menschen mit verschiedensten Brennpunkten zu Energie und Klimaschutz.

Praktische Erfahrungen und Exkursionen

16 TeilnehmerInnen zwischen 16 und 25 Jahren haben sich für die Ausbildung angemeldet. In drei Schulungsveranstaltungen und zwei Exkursionen haben die TeilnehmerInnen Wissen über Erneuerbare Energie, Energieeffizienz und die Zusammenhänge zwischen Konsum bzw. Regionalität und Klimaschutz erfahren. Dabei wurde Erlerntes immer wieder in eigenen Praxiseinheiten umgesetzt: so kochten die TeilnehmerInnen mit saisonalen und regionalen Zutaten auf dem Biohof Lingenhel in Doren, sie bauten LED Leselampen und besuchten das Reparatur-Café Riefensberg und Fensterbauer Dietmar Hirschbühl in Riefensberg.

Erneuerbare Energie und Energieeffizienz

Die erste Exkursion stand ganz im Zeichen der Erneuerbaren Energie und des nachhaltigen Bauens: Auf dem Biomassehof Ilg in Dornbirn konnte die Produktion von Energie aus erneuerbaren Quellen live miterlebt werden: Wärme aus Holz, Strom aus Holz, Strom aus Sonne, Strom aus Wind, Biogas. Beim anschließenden Besuch des Energieinstitut Vorarlberg lernten die TeilnehmerInnen wichtiges Grundwissen über nachhaltiges Bauen bei einem Workshop mit dem Titel „Welches Haus ist gut genug?“

Regionalität und Klimaschutz

Die zweite Exkursion fokussierte auf das Thema Regionalität und regionale Versorgung. Beim Besuch der Regio Bregenzerwald erläuterte Geschäftsführer Dr. Lukas Schrott die verschiedenen Aufgaben, insbesondere auch Hintergründe zum Landbus Bregenzerwald. Die Betriebsführung durch den Bauernhof Metzler und die Molke-, Kosmetik- und Käseproduktion zeigte andere Aspekte der regionalen Versorgung. Eine Verkostung und der Besuch im Hofladen durften da nicht fehlen. Wie sich eine kleine Berggemeinde mit 400 Einwohnern den Herausforderungen der Nahversorgung stellt, veranschaulichte der Besuch des neu erbauten und kurz vor Weihnachten eröffneten Dorfladens mit Bäckerei. Lokale Kreisläufe wurden auf dem Dornerhof sichtbar: Biomasseheizwerk, Fleischproduktion, Dorfladen, Seminarraum und Bäckerei greifen ineinander und bilden Synergien, ohne die eine derartige Versorgung in einer Kleingemeinde kaum leistbar ist.

Von der Theorie in die Praxis: eigene Projekte umsetzen

Nach der intensiven Lernphase ist jetzt Eigeninitiative gefragt: die 16 TeilnehmerInnen setzen bis Mai eigene Projekte um, in denen sie ihr erworbenes Wissen weitergeben. Die ersten Projektideen klingen vielversprechend. Die jungen TeilnehmerInnen stellen ihre Projekte und Erfahrungen in einer Schlussveranstaltung im Mai der Öffentlichkeit vor.

Die Ausbildung „Gut – Genug“ ist ein Projekt der Energieregion Vorderwald in Kooperation mit Kairos, Bregenz. Weitere Infos zur Ausbildung gibt es auf der Homepage der Energieregion Vorderwald www.energieregion-vorderwald.at unter „Gut – Genug“.

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