e5-Gemeinde Hittisau erfolgreich

e5-Pionier Hittisau landet mit fünf „e“ erneut im Spitzenfeld!

 

Was vor zwanzig Jahren bescheiden begann, ist heute eine tragende Säule von Vorarlbergs Bestrebungen, energieautonom zu werden: das e5-Landesprogramm für energieeffiziente Gemeinden. Mehr als 300.000 Vorarlbergerinnen und Vorarlberger – 83 Prozent der Bevölkerung – leben in 46 e5-Gemeinden. Alle vier Jahre müssen sich die Gemeinden beim Audit einer unabhängigen Kommission stellen.  

Dieses Jahr traten neun Gemeinden zur Zertifizierung an. Die begehrte Auszeichnung überreichte erstmals Landesrat Christian Gantner beim e5-Event am Donnerstagabend in der Fachhochschule Vorarlberg. Über erneut fünf „e“ durften sich die e5-Teams von Dornbirn und Hittisau freuen. Ihre vier „e“ gehalten haben Altach, Bregenz, Bürs, Frastanz und Hörbranz. Beim ersten Antreten erreichten Göfis und Sulz je drei „e“.

Gemeinsam auf dem Weg zur Energieautonomie
„Die Gemeinden müssen sich immer mehr anstrengen, um mit der e5-Elite mitzuhalten. Sie machen umfassend bewusst, wie man dem Klimawandel entgegenwirken kann“, betonte e5-Programmleiter Karl-Heinz Kaspar vom Energieinstitut Vorarlberg. „Einsatz für erneuerbare Energien, nachhaltige Mobilität oder Bevölkerungseinbindung bei energieeffizienten Projekten – es passiert vieles, das in die Bewertung einfließt.“

„Die e5-Teams sind seit zwei Jahrzehnten wichtige Multiplikatoren im Hinblick auf die Energieautonomie“, unterstreicht Landesrat und Neo-Energieinstituts-Obmann Christian Gantner die wichtige Rolle der Gemeinden. „Die im Zuge des e5-Programms gesetzten Akzente bei Energiesparen, Energieeffizienz, erneuerbaren Energien und Elektromobilität holen die Menschen ins Boot.“

Spitzenreiter Hittisau
Mit 81 Prozent und neuerlich fünf „e“ war Hittisau heuer Spitzenreiter. Über ein abwechslungsreiches Programm ist es der Vorderwald-Gemeinde gelungen, auch mehr Frauen ins Team zu holen. Die Projektreihe „gut genug“ fordert Bürgerinnen und Bürger auf, ihre eigenen Ideen zu einem energieeffizienten Lebensstil umzusetzen. Der derzeit in Planung befindliche Schulkomplex wird als Low-Tech Gebäude höchste Standards bei der Energieeffizienz und Bauökologie erfüllen.

Zwanzig Jahre e5
In den vergangenen zwanzig Jahren sind 46 Gemeinden dem e5-Programm beigetreten. Das Team im Energieinstitut Vorarlberg berät und begleitet sie. 441 Teammitglieder sind im e5-Netzwerk der Gemeinden aktiv. Jährlich initiieren sie 550 größere Projekte, deren Umsetzung dem Ziel der Energieautonomie 2050 dient. 136 „e“ konnten bisher vergeben werden. Das Programm hat – ausgehend von Vorarlberg – längst eine europäische Dimension erreicht: Neun Vorarlberger e5-Gemeinden sind mit dem European Energy Award in Gold ausgezeichnet worden. Sie zählen damit zu den 130 erfolgreichsten der 1600 Klimaschutz-Gemeinden Europas.

Information: https://www.energieinstitut.at/e5-vorarlberg/

https://www.energieinstitut.at/gemeinden/das-e5-landesprogramm/20-jahre-e5/

 

Zitate:

„Im e5-Programm werden Themen gebündelt und diskutiert, die entscheidend sind für den Erhalt unserer hohen Lebensqualität: Raumplanung, Mobilität, energieeffizientes Bauen, um nur drei Stichworte zu nennen. Durch die Vermittlung energieeffizienter und klimaschonender Werte wollen wir möglichst viele Menschen mit den e5-Themen in Verbindung bringen. Damit soll es uns gelingen unsere Gemeinde auch für die nächsten Generationen lebenswert zu erhalten.
Bürgermeister Gerhard Beer, Hittisau

„Klimaschutz ist das Gebot unserer Zeit – für die Zukunft unserer Kinder! Bregenz stellt sich dieser Herausforderung. Seit über 10 Jahren engagieren wir uns im e5-Landesprogramm. Wir setzen auf Vorzeigeprojekte wie die Schule Schendlingen als Meilenstein der Bauökologie und der sanften Mobilität. Mit Erfolg!“
Bürgermeister DI Markus Linhart, Bregenz

„Wir sind stolz, dass wir mit vier „e“ ein wichtiges Stück des Weges zur Energieautonomie Vorarlberg schon geschafft haben. Die Sensibilisierung und Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, im speziellen der Kinder und Jugendlichen, sehen wir als große Aufgabe und Herausforderung in den nächsten Jahren.“
Bürgermeister Karl Hehle, Hörbranz

 

e5-Zertifizierung 2018

Gemeinde

e5-Status bisher

e5-Status neu

Prozentpunkte*

Altach

eeee

eeee

64

Bregenz

eeee

eeee

70

Bürs

eeee

eeee

73

Dornbirn

eeeee

eeeee

79

Frastanz

eeee

eeee

63

Göfis

-

eee

55

Hittisau

eeeee

eeeee

81

Hörbranz

eeee

eeee

66

Sulz

-

eee

52

*Der durchschnittliche Umsetzungsgrad der sechs Wertungskategorien (Entwicklungs- und Raumplanung, Gebäude & Anlagen, interne Organisation, Kommunikation & Kooperation, Mobilität, Ver- & Entsorgung) in Prozent wird vereinfacht mit der „e“-Wertung dargestellt (von „e“ <25% bis „eeeee“ >75%)

Bilder Copyright: Markus Gmeiner. 

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