Ausstellungseröffnung Frauenmuseum Hittisau

pflege das leben... Betreuung * Pflege * Sorgekultur
Wann 28.10.2017
von 17:00 bis 22:00
Wo Frauenmuseum Hittisau
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Eine kulturhistorische und gesellschaftspolitische Annäherung mit einem künstlerischen Oral-History-Projekt von Ines Agostinelli und Werken von Martin Jennings, Anna Jermolaewa, Heide Heimböck, Kirsten Helfrich und Georg Vith.



Die Zukunft der Pflegeberufe ist ein intensiv diskutiertes gesundheitspolitisches Thema, das für alle Altersstufen und Gesellschaftsschichten von Bedeutung ist. Ältere und kranke Menschen sind direkt betroffen, junge Menschen erleben Pflege als Teil ihres Alltags dort, wo Angehörige und Bekannte gepflegt werden oder pflegen. Und besonders Frauen sind betroffen: Care-Arbeit ist gesellschaftlich nicht gleichmäßig verteilt. Sei wird vielmehr zum überwiegenden Teil von Frauen geleistet. Dies gilt sowohl für den Bereich der unbezahlten Care-Arbeit als auch für den bezahlten Bereich. Aber auch als Gepflegte stellen Frauen statistisch die Mehrheit.

Das Frauenmuseum Hittisau zeigt ab Herbst 2017 eine Ausstellung zu diesem aktuellen und brisanten Thema. Es handelt sich dabei um ein Projekt, in dessen Entwicklung zahlreiche Pflege- und Betreuungsorganisationen im Bregenzerwald beteiligt waren.

Einerseits widmet sich die Ausstellung der Kulturgeschichte der Pflege. Dabei geht es um die Hinterfragung des Rollenbildes der pflegenden Frau vor dem Hintergrund historischer Entwicklungen. Dabei wird die Sammlung der Maria Hagleitner zur Pflegegeschichte gezeigt.

Gleichzeitig untersucht Ines Agostinellis Oral-History-Projekt "Erinnerungslexikon Pflege" persönliche Zugänge zum Thema. Dafür wurden zahlreiche Zeitzeuginneninterviews mit Betroffenen geführt.

Das Ausstellungsprojekt greift aktuelle Diskussionen rund um Care-Arbeit, Care-Ethik und Care-Ökonomie, Hauskrankenpflege, Professionalisierung, trans-nationale Mutterschaft etc. auf., Dabei steht auch hier die Analyse der Geschlechterverhältnisse im Fokus. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auch auf regionale Aspekte gelegt.

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